Magdeburger Domsingschule sucht Nachwuchstalente für das neue Schuljahr 2019/2020

Unterrichtsstart ab 19. August!

 Besondere Projekte von Erstaufführungen, über Familienkonzerte bis zum traditionellen Weihnachtssingen

 Der Domchor feiert in diesem Jahr sein 200 jähriges Jubiläum und ein besonders wichtiger Teil des Domchores ist die Nachwuchsarbeit in der Domsingschule, in der ab der 1. Klasse Kinder den Weg zur Musik finden und von Grund auf ein Gefühl für den Chorgesang erlernen.

Das besondere ist, dass von klein auf die Singschülerinnen und Singschüler auch mit den Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam bei Projekten, wie beispielsweise dem Weihnachtssingen agieren, generationsübergreifend musiziert werden kann und sich ein beeindruckender Gesamtklang entwickelt. Darüber hinaus gestaltet die Dosinsgchule aber auch ganz eigenständige Projekte wie Familienkonzerte, die auch zum Mitmachen anregen oder szenische Stücke.

Für das Schuljahr 2019/2020 sucht die Domsingschule wieder junge engagierte NachwuchssängerInnen um sich neuen musikalischen Projekte zu widmen. Als herausragendes Projekt, wird im nächsten Jahr das Stück „Franziskus“ aus der musikalischen Feder von Barry Jordan und Textgestaltung von Bianca Hein aufgeführt, Mit dem Projekt „Alles Franziskus!“ möchte die Magdeburger Dommusik in innovativer Weise ein Stück für Kinder- und Jugendliche der Domsingschule und des Domchores, aber auch in Kombination mit einem professionellen Orchester, einem Solisten sowie den Erwachsenen des Domchores als Generationenprojekt umsetzen und das in vielen Hinsichten einer einstündigen Oper nahekommt.

Wenn die Kinder zu Jugendlichen heranwachsen besteht zunächst die Möglichkeit im Jungen- und Mädchenchor mitzuwirken und später in der Jungen Kantorei die Ausbildung fortzuführen. Die Junge Kantorei widmet sich sehr eigenständig Projekten wie Weihnachtskonzerten mit spezieller englischer Literatur, aber auch gemeinsame Konzertreisen u.a. 2018 nach Finnland stehen auf dem Programm.

Der zeitliche Aufwand den die Kinder investieren müssen, ist am Anfang sehr gering, er umfasst im  ersten Jahr eine Probe von 45 Minuten in der Woche. Neben den gelegentlichen Auftritten bei Gottesdiensten und dem traditionellen Weihnachtssingen, ein szenisches großes Stück einen markanten Höhepunkt. Der Unterricht findet im Probenraum des Domes statt.

Probenzeiten 2019/2020:

1.und 2. Klasse: donnerstags 16 Uhr
3. Klasse: dienstags 16.00 – 16.45 Uhr
ab 4. Klasse Mauritius- und Katharinenchor: montags 16.00 – 16.50 Uhr UND mittwochs 16.00 – 16.50 Uhr

Schnuppern! Für die Domsingschule bieten wir gerne 2 Schnupperstunden an.

Für den Schnupperunterricht oder weitere Infos bitten wir um eine kurze vorherige Anmeldung/Nachfrage per Mail an: isabel.toenniges@magdeburgerdommusik.de!

Der Elternbeitrag beträgt € 12 monatlich.

 

Kulturtipp Orgelkunstsaison im Dom

Der Domchor geht langsam in die Sommerpause, dafür beginnt aber die Orgelkunstsaison im Dom und hier sollte man auf jeden Fall einmal hereinhören

Von der Europäischen Uraufführung bis zum Andalusischen Bilderbuch

 Orgelkunstsaison 2019 im Magdeburger Dom hält ein reiches Musikpotpourri bereit

In der diesjährigen Orgelkunstsaison 2019 werden wieder Künstlerinnen und Künstler aus allen Regionen der Welt und Deutschland auf intensive Weise ihr virtuoses Können an den Orgeln des Magdeburger Domes unter Beweis stellen.

Hierbei kann die Orgelkunstreihe mit einer europäischen Erstaufführung des Werkes „Organ Icons“, mit den Ikonen der Orgelmusik von Frederick Hohmann gespielt von Katelyn Emerson aufwarten, gefolgt von der eigenen Komposition „Bilderbuch Andalusiens“ aus der Komponistenfeder Gereon Krahforsts, aber auch Klassikern der Orgelmusik mit der Symphonie No 5 von Charles-Marie Widor oder Max Regers Fantasie.

Traditionelles Eröffnungskonzert mit Barry Jordan mit anschließendem Weingenuss im Domgarten

Die Orgelkunstreihe eröffnet Domorganist Barry Jordan am Freitag, den 28.06.2019 um 19.30 Uhr mit dem umspannenden Werk „Laudes“ von Petr Eben.

Anschließend wird zu einem Weingenuss in den Domgarten eingeladen, um über die Musik ins Gespräch zu kommen und das Konzert in angenehmer sommerlicher Umgebung ausklingen zu lassen.

Die Reihe wird dann im wöchentlichen Rhythmus immer freitags vom 05.07.-30.08.2019 fortgeführt jeweils um 19.30 Uhr (außer am 02.08. und 09.08.)

Den Abschluss bildet wieder die besondere Orgelnacht, die am 30.08.2019 von 19.30-23.00 Uhr im Dom und Dom-Remter stattfindet begleitet von einem passenden Lichtkonzept und mit 3 Stündigem purem Orgelgenuss. Zwischen den Konzertabschnitten kann bei Getränken und mediterranen Snacks im Domgarten verweilt werden.

Der Orgelsommer wird gefüllt sein von einer immer wieder anders klingenden Orgel von Woche zu Woche, sodass sich der Zuhörer fragt, ob er gerade das gleiche Instrument hört, da es so wandlungsfähig ist und speziell klingen kann. Immenses technisches Verständnis und eine große Portion Spielfreude sind entscheidend, um die Orgel in ihrer Gesamtheit zu bespielen.

Karten für die Orgelkunstreihe sind zum Preis von 10 € (ermäßigt 8 €) direkt an der Abendkasse, welche eine halbe Stunde vor Konzertbeginn öffnet zu erwerben.

Weitere Infos unter: http://www.magdeburgerdom.de/domgemeinde/termine_konzerte.html

 Oder telefonisch bei Isabel Tönniges unter: 0160-4263749

Wir danken herzlich unserem Hauptsponsor der MDCC

Familienkonzert mit der Domsingschule und dem Domchor

Am Sonnabend, 15.06.2019 um 16 Uhr findet vor dem baldigen Sommerferienstart ein großes Familienkonzert der Kinder- und Jugendlichen der Domsingschule und des Domchores statt.

An diesem kurzweiligen musikalischen Nachmittag wird von Spirituals bis zu kleinen Geschichten  ein sehr abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie gezeigt, welches das breite Repertoire der Singschule und der  Kinder- und  Jugendlichen des Domchores widerspiegelt.

Der Chorklang kann sich im Dom wunderbar entfalten und zum Abschluss sind alle Besucher auch eingeladen ein gemeinsames Stück mit der Chorsängerinnen und Sängern zu gestalten.

Ein vergnüglicher musikalischer Sonnabend, der dazu einlädt den Dom und seine Nachwuchschöre kennenzulernen und die Meldoien bestimmt noch lange im Ohr zu haben.

Der Eintritt ist frei! um eine Spende für die Dommusik wird gebeten.

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Hauptsponsor der MWG Wohnungsgenossenschaft

Großes Dankeschön an alle Beteiligten für die grandiose h-Moll Messe

Ein kleiner Rückblick auf eine grandiose h Moll Messe in der Konzerthalle „Georg Philipp Telemann“ in dr letzten Woche, welche uns alle in dieser Woche noch bewegt hat und im Herzen nachklang. Herzlichen Dank noch einmal an alle Mitwirkenden den Domchor, Märkisch Barock und unseren wunderbaren Solistinnen und Solisten. Nach Bearbeitung hier auch ein wunderbarer Fotoeindruck von Gotthard Demmel.

Die beeindruckende Atmosphäre während der h-Moll Messe

Unesco-Weltdokumentenerbe – Johann Sebastian Bachs – h-Moll Messe

Am Sonnabend, den 18.05.2019 um 19.30 Uhr widmet sich der Magdeburger Domchor in der Konzerthalle „Georg-Philipp Telemann“ im Kloster Unser Lieben Frauen anlässlich seines 200 jährigen Jubiläums dem vermutlich größten Werk der kirchenmusikalischen Geschichte der h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach.

Die h-Moll Messe ist Ausdrucks Bachs außerordentlicher Kompositionskunst.

Er beendete die Notation kurz vor seinem Tod und das Werk ist auch heute 250 Jahre nach seinem Tod eines das weltweite Bekanntheit besitzt und deshalb auch in das Unesco Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde. Bach war Vorreiter in seiner Zeit und kombinierte in seiner Messe historische und moderne Satzarten miteinander, sowie experimentierte in der Formensprache und den Kompositionstechniken. Er nimmt hier auch immer Bezug auf bereits bestehende Kompositionen und entwickelt diese weiter. Die Komposition der Messe nahm mehrere Jahrzehnte in Anspruch und umfasst insgesamt 18 Chorsätzen und 9 Arien und ist geheimnisvoll und musikalisch in einer anderen Sphäre unterwegs.

Der Komponist

 Johann Sebastian Bach war in seinem Leben sehr umtriebig und wirkte als Thomaskantor in Leipzig, aber auch als Komponist und ebenso als Cembalovirtuose. Heute wird er als bekanntestes Mitglied der Familie Bach als einer der größten Komponisten der Musikgeschichte bezeichnet. Allerdings waren zu seinen Lebzeiten seine Werke noch nicht einem so großen Zuschauerkreis zugänglich und erst nach seinem Tod wurden die Werke immer höher wertgeschätzt. Nach der Wiederentdeckung der Matthäus Passion von Bartholdy begann 1829 eine Rückbesinnung auf Bachs Schaffen und ab der Mitte des 19. Jahrhunderts sind Bachs Werke nun im Weltrepertoire fester Bestandteil.

 Karten sind ab dem 15.04.2019 im VVK ab 13-26 € zzgl. Vorverkaufsgebühr                    erhältlich.

 

Glückwunsch unserer Jungen Kantorei zum Rejoice! Konzert

Rejoice heißt übersetzt Jubeln und so hatte die Junge Kantorei des Magdeburger Domchores am vergangenen Sonnabend, den 30.03.2019 um 19.00 Uhr in den Remter des Domes zum Jubel-Chorkonzert geladen.

Hierbei widmeten sich die Jugendlichen Sängerinnen und Sänger, unter der Leitung von Barry Jordan und mit Orgelbegleitung durch Markku Hietaharju, Musik von Isaac, Schütz, Schein, Bach und Britten.

An diesem Abend wurde die Bandbreite der Chormusik mit all ihren Facetten erlebbar und die unterschiedlichen Stile der Jahrhunderte präsent.

Das deutsche Magnificat von Schütz, der seit seinen frühen Kinderjahren in Weißenfels in Sachsen-Anhalt lebte und die Musik Mitteldeutschlands entscheidend prägte ist ein anspruchsvolles doppelchöriges Werk, dass eine sehr bildhafte Musikalität in sich trägt und eines der beliebtesten Stücke des Komponisten bildet.

Die anspruchsvolle Literatur setze die Junge Kantorei mit Präzision, Strahlkraft und Energie sowie Freude um.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubelkonzert!

 

Neues Projekt des Oratorienchores: Brahms Requiem

Die Probenarbeit für das nächste Projekt des Oratorienchores, Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“ beginnt bald – ganz genau, am 24.1.2019. Alle Termine : http://domchor-magdeburg.de/probenplaene/

Wie immer laden wir interessierte Chorsänger ein, an der Aufführungen dieses Werkes teilzunehmen. Ein lockerer Probenrhythmus hilft denjenigen, die zu eingebunden sind, um die zeitlichen Anforderungen eines wöchentlich probenden Chores nachkommen zu können.

Eine vorherige Anmeldung mit Angabe der Stimmgruppe wäre hilfreich, ist aber nicht unabdingbar. Anmeldungen: barryjordan@magdeburgerdommusik.de.

Eigene Noten sind notwendig; bevorzugte Ausgabe: Breitkopf.

Es lebe der Chorgesang!

Johannes Brahms 1868

200 jähriges Jubiläum des Domchores mit großem Festkonzert am 06. Januar

Natürlich ist im Dom zu Magdeburg seit seiner Erbauung stets gesungen worden; durch Reformation, Kriegswirren, Pest und Katastrophe verstimmte der Gesang nie. Einmal wurde er aber unterbrochen für einige Jahre: als Napoleons Truppen die Stadt besetzte und der Dom profanisiert wurde. Durch die Beziehungen des örtlichen Gesangslehrers Joachim Wachsmann zu Carl Friedrich Zelter und die Mitwirkung des ehemaligen Domschülers Wilhelm Anton von Klewitz,  der 1817 Preußischer Finanzminister wurde, gelang es ihm, per königlichen Beschluss des Preußenkönigs Wilhelm III den Domchor neu zu gründen und sogar per Kabinettsorder eine finanzielle Sicherung zu gewährleisten.

Der Magdeburger Domchor singt nun ununterbrochen seit 200 Jahren zu Ehre Gottes und Ergötzung der Menschen.

Mit einem festlichen Gottesdienst am Sonntag Epiphanias, 6. Januar 2019, 10 Uhr,  mit Musik von Francis Poulenc und Johann Sebastian Bach und und einem Festkonzert um 18 Uhr des gleichen Tages wird dieses Jubiläum feierlich begangen.

Im Konzert erklingen zwei Werke: Johan Adolf Hasses „Te Deum in D“ und die Messe in B, „Harmoniemesse“ genannt, von Joseph Haydn.

Hasse, 1699 in Bergedorf bei Hamburg, machte zunächst Karriere als Sänger in Italien, wo man ihn „Il divino Sassone“ nannte. Parallel zu seinem sängerischen Laufbahn komponierte Opern in der Gattung der Opera seria, und zwar mit überwältigem Erfolg – über 40 davon sollten es am Ende geben. 1731 trat er in der Uraufführung seiner Oper Cleofide in Dresden auf (unter den Zuhörern war Johann Sebastian Bach), woraufhin August der Starke ihn gleich als Hofkapellmeister engagierte. Er blieb in Dresden bis 1760, als sein Wohnhaus beim Kanonenbeschuss der Stadt während des Siebenjährigen Krieges zerstört wurde; die nächsten Jahre verbrachte er in Wien, wo er unter anderem Musiklehrer von Marie Antoinette war (er war ja Lieblingskomponist Maria Theresias). Nach Ende des Krieges kehrte er nach Dresden zurück; kurz darauf starb August III. Dessen Nachfolger Friedrich Christian sah sich gezwungen, die Hofmusiker zu entlassen, da der Staat finanziell ruiniert war. Hasse übersiedelte im Jahre darauf zunächst nach Wien. wo Maria Theresia vom ihm seine letzte Oper Il Ruggiero beauftragte. Der Geschmack des Publikums war aber nicht mehr nach Oper seria, und das Werk fiel deutlich gegen dem am nächsten Tag aufgeführten Ascanio in Alba  des fünfzehnjährigen Wolfgang Amadeus Mozart im Gunst ab. Von Mozart sagte Hasse, „Dieser Knabe wird uns alle vergessen machen“.  1773 zog er mit seiner Frau, der berühmten Sängerin Faustina Bordoni, nach Venedig, wo er 1783 starb.  Sein „Te Deum in D“ entstand 1751 und war eigens für die Einweihung der neuen Dresdner Hofkirche geschrieben.

Die Biographie von Joseph Haydn (1732 – 1809) ist viel bekannter und muss hier nicht neu erzählt werden. Schon als Chorknabe an der Kathedrale St. Stefan in Wien war er kompositorisch tätig, und die geistliche Musik spielte eine wichtige wenn nicht zentrale Rolle in seinem Schaffen; er schrieb 14 Messen, die den Zeitraum von 1750 – 1792 umspannen. Die letzten 6 Messen, die „Großen“ wurden alle in den Jahren 1796 – 1802 komponiert, und zwar alle für die Messe zum Namenstag von Maria Hermenegilde, Ehefrau des Esterházy Prince Nikolaus II. Die letzte dieser Serie ist die Harmoniemesse von 1802 – gleichzeitig auch Haydns letzte vollendete Komposition überhaupt, denn danach raubte ihm die immer noch rätselhafte Krankheit, bis heute nicht identifiziert, die Kraft zur Arbeit. Er lebte noch sieben Jahre, von Dienern liebevoll gepflegt, denn er war, sagen Zeitzeugen übereinstimmend, ein überaus liebenswerter Mensch. Zur Zeit seines Todes wurde bekannt gegeben, er sei an „allgemeiner Entkräftung“ gestorben. Nach einem Requiem in der Wiener Schottenkirche wurde er im Hundsturm Friedhof bestattet; kurz danach wurde seinen Kopf von Phrenologen gestohlen, während seiner anderen Überreste 1820 nach Eisenstadt gebracht worden sind. Erst 1954 wurden sie wiedervereinigt in der Eisenstädter Bergkirche, wo auch die sechs letzte Messen uraufgeführt wurden.

Nach der Aufhebung des Instrumentalverbots in der österreichischen Kirchenmusik unter Leopold II suchten Komponisten nach Wege der Erneuerung in der Vertonung der Messe. In der Harmoniemesse legt Haydn ein Werk von sinfonischen Ausmaßen vor. Die Instrumentierung mit der üppigen Bläserbesetzung fällt als erstes natürlich auf; aber es sind die Strukturen des Werkes, zusammen mit den ausgereiften, fast romantisierenden Harmonien, die das Werk zum Vorbild für Beethovens Missa solemnis machen. Bemerkenswert ist die Bereitschaft des betagten und kranken Komponisten, die betretenen Pfade der Messkompositionen seiner eigenen Vergangenheit zu verlassen. Hier ist also das Kyrie kein dreigeteilter Satz, sondern ein einzelnes und massiges Adagio mit langer orchestrale Einleitung. Pointierte Rhythmik und chromatisierte Harmonik gepaart mit farbiger Instrumentierung und mal heftiger Dissonanz verleihen der Bitte um Erbarmen eine beinahe tragische Dringlichkeit. Spürt man hier das Hadern des Leidenden mit dem kommenden Tod? Und am Ende des Werkes, beim strahlenden, lauten „Dona nobis pacem“, hört man dort eine Akzeptanz, ein Vertrauen darauf, dass bald, für ihn, Frieden sein wird?

Die Aufführung leitet Barry Jordan, bekennender Haydn-Verehrer. Zwei der vier Solisten sind im Domchor aufgewachsen und haben Karriere gemacht: Stefanie Fels-Lauer (Sopran) und Dirk Schmidt (Bass). Tenor Niek van den Dool ist zum Ensemble, das er „eine tolle Truppe“ nennt, ein guter Freund geworden; Undine Dreißig von der Oper Magdeburg braucht keine Vorstellung. Als Orchester spielt Märkisch Barock, vertrauter Partner der Dommusik.

Karten gibt es im Vorverkauf zu 20 € (erm. 18 €) / 15 €. Restkarten  an der Abendkasse.
Nutzen Sie bitte den Vorverkauf und helfen Sie uns, nervige Schlangen an der Abendkasse zu vermeiden (im Remter ist ja kein Platz!) 

Hier ein kleiner Abriss der Domchorgeschichte

 Der Magdeburger Domchor mit seiner Singschule besteht aus mehreren Chorgruppen, die einzeln oder zusammen musizieren und großen Wert auf ein generationsübergreifendes Miteinander legen.

Die Geschichte des Chorgesangs im Dom St. Mauritius und Katharina zu Magdeburg geht bereits in das 10. Jahrhundert zurück. Ab dem 13. Jahrhundert wurde im gotischen Dom die Chormusik nach französischem Vorbild gepflegt.

Einige berühmte Besucher, die der Musik lauschten, sind uns überliefert, z.B. Walther von der Vogelweide, Nicolaus von Cusa und Ulrich von Hutten.

Vom frühen 10. Jahrhundert bis in das heutige 21. Jahrhundert erlebten die Dommusik und der Domchor eine wechselvolle Geschichte.

Seit 1994 wird der Domchor nun von Barry Jordan geleitet, welcher zusammen mit seinen Chorsängern und Chorsängerinnen neue musikalische Akzente setzte und zahlreiche erfolgreiche Konzerte leitete, sowie Konzertreisen in viele Länder der Welt unternahm.

Zur Zeit Henkings machte der Domchor erstmalig AuslandsKonzertreisen, die ihn nach                  Dänemark und Finnland und in andere Teile Deutschlands führten.  Die Auslandsreisetätigkeit setzte sich bis auf die DDR-Zeit bis heute fort und erreichte vor allem mit seinen anspruchsvollen A-Cappella-Programmen

Ganz-Deutschland, Israel, Frankreich, England, Italien, Tschechien und Österreich. Die                  großen Chor- und Orchesterwerke wurden in Magdeburg aufgeführt.

Seit 1947 führte der Magdeburger Domchor erfolgreich die großen Kantaten und                Chorwerke mit Orchester von Bach, Telemann, Händel, Haydn, Beethoven,  Mendelssohn, Brahms, Bruckner, Mozart, Schubert, Dvorák, Puccini, Verdi, Strawinsky, Fauré, Duruflé, Chemin-Petit, Britten, Elgar, Janacek, Frank Martín, A. Lloyd Webber u.a. auf. Aber auch bereits im 19. Jhd. erklangen im Dom  Werke wie Haydns Schöpfung und Mendelssohns Elias unter Beteiligung es Domchores. z.T. erfolgte auch die Uraufführung neuer Kompositionen von  Domchorleitern, wie es z. B. der 150. Psalm von Chemin-Petit war, den er zur

1000-jährigen Feier der Errichtung des Domes 1955 komponiert hatte oder auch Barry Jordans große oratorische Komposition von 2009, „Die Eiche im Dom“, die auf Ernst Barlachs berühmtes „Denkmal des Krieges“ im Dom Bezug nimmt.

Das Komponieren eigener Motetten bzw. neuer Sätze für Choräle gehörte von jeher zum Handwerkszeug aller Domchorleiter, auch der in früheren Jahrhunderten. Heute bilden den Chor primär Stimmen von Kindern und Jugendlichen, ein Anteil Erwachsener sowie die Männerstimmen.

Was der Domchor 1819 sang: Wachsmanns Vertonung der Liturgie in einer Kompilation von solchen Stücken.

Weihnachtssingen des Magdeburger Domchores am 21. Und 22.12.2018

 Behaglich friedliches Ambiente im imposanten Dom und gemeinsamer Gesang – alle Jahre wieder so erklingen weihnachtliche Weisen beim traditionellen Weihnachtssingen des Magdeburger Domchores am Freitag, den 21.12.2016 um 19.00 Uhr und am Sonnabend,  den 22.12.2016 um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr im Hauptschiff des Domes.

Hierbei wird der Dom in Kerzenschein getaucht und erhält eine besinnliche Atmosphäre – ein stimmungsvoller Abend des Zu-Sich-Findens. Besonders schön zu sehen ist hier das    Zusammenwirken von übergreifenden Generationen, da der Domchor, bestehend aus jüngeren  Kindern und Kindern des Jugendalters, sowie der Motettenchor der Erwachsenen gemeinsam musizieren. Es entstehen so musikalische Synergien, die sich zu einem großen Ganzen  herausragenden Klang entwickeln.

Karten zum Preis von 12 €/erm. 10 € in der 1. Kategorie und 10 €/ erm. 8 € in der 2. Kategorie     zzgl. VVK-Gebühr erhalten Sie ab dem 21.11. an allen bekannten VVK-Stellen.

Ausschließlich Stehplatzkarten für 6 € erhalten Sie an der Abendkasse. Die Abendkasse öffnet     eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Warme Kleidung wird empfohlen.