Was erwartet mich als Chormitglied?

WIE WERDE ICH GLÜCKLICH IM MAGDEBURGER DOMCHOR?

Wie ich als Chormitglied nichts Falsches mache

Grundsätzliches:

Jede Gemeinschaft braucht eine Grundlage. Das gilt auch für einen Chor. Wir erkennen an, dass das Singen in einem Chor für die meisten Menschen eine Freizeitaktivität ist – aber im Gegensatz zu einem Hobby geht man auch dabei eine Verpflichtung gegenüber den anderen Mitgliedern der Gemeinschaft ein – eine Gemeinschaft, die nur so stark sein kann wie ihr schwächstes Glied.

So gilt es unangefochten, dass die Teilnahme an Proben, Gottesdiensten und Konzerten selbstverständlich und Pflicht ist, wenn gute Gründe dieses nicht verhindern. Welche Gründe als „gut“ gelten, überlassen wir dem Pflichtbewusstsein des Einzelnen und vertrauen darauf, dass jede(r) dafür sorgt, dass er oder sie ausreichend vorbereitet ist für Konzerte und Gottesdienste.

Abwesenheit und Entschuldigung:

Wir akzeptieren, dass gelegentliches Fehlen unabwendbar ist. Wir pflegen aber eine Entschuldigungspraxis. Ist das Fehlen bereits im Voraus vorherzusehen, wird darum gebeten, dieses im Entschuldigungskalender, welcher auf dem „Notentisch“ im Proberaum ausliegt, einzutragen, damit der Chorleiter dieses bei seiner Vorbereitung berücksichtigen kann. Andernfalls, bei kurzfristiger auftretenden Verhinderungen, wird um eine E-Mail (bis Mittag des Probentages) oder, danach, Benachrichtigung per WhatsApp oder sms gebeten.

Im Ernstfall kann eine Sängerin oder ein Sänger bei einer zu geringen Anwesenheitsquote von einem Konzert ausgeschlossen werden. Die Entscheidung darüber fällt der Chorleiter alleine und berücksichtigt dabei die sängerischen Fähigkeiten des oder der Einzelnen. Eine Probe, von der ein Mitglied sich entschuldigt hat, gilt dennoch als versäumt.

Pünktlichkeit:

Als pünktlich gilt, zu dem vereinbarten Probenbeginn, mit Noten und Bleistift ausgestattet, auf dem Platz still zu sitzen. Wenn mit der Austeilung von neuen Noten gerechnet wird, sollte dieses berücksichtigt werden.

Noten:

Wir stellen Noten leihweise und unentgeltlich zur Verfügung für sämtliche Konzerte und Gottesdienste. Wir erwarten, dass diese pfleglich behandelt werden, denn Noten sind teuer. Jede Sängerin und jeder Sänger hat ein Fach, in dem die Noten aufzubewahren sind (sie können natürlich auch zwecks Selbststudiums mit nach Hause genommen werden. Es liegt in der Verantwortung eines Jeden, nach der Probe seine Noten in das richtige Fach zu legen. Es hilft dem Chorleiter, der nebenbei als Notenwart amtieren muss, erheblich, wenn sie nach dem „Absingen“ pünktlich abgegeben werden.

Verhalten in der Probe:

Chorsänger sind keine Engel und müssen es nicht sein, und Singen soll Freude machen, auch wenn die Probe eine ernste Sache ist. Dennoch gilt: das Stören von anderen bei der Arbeit ist unerwünscht, ebenso jegliche Form des abwertenden Verhaltens. Das gilt für das Schwatzen, während andere singen, Kritisieren von anderen, einzeln oder in Gruppen, und selbstverständlich auch für jede Form der physischen Gewalt. Das Korrigieren von Fehlern ist Aufgabe des Chorleiters.

Generalproben und Konzerte:

Generalproben sind generell Pflicht. Wer unentschuldigt einer Generalprobe versäumt , darf auf keinen Fall das Konzert mitsingen; Entschuldigungen werden nur im seltensten Fall für Generalproben gegeben.

Konzerte bedürfen der technischen Vorbereitung. Die Hilfsbereitschaft aller, die nicht körperlich daran gehindert sind, wird vorausgesetzt.

Kleidung:

Frauen: Schwarze Bluse mit schwarzer langer Rock oder Hose oder schwarzes Kleid. Keine Jeans (auch schwarze nicht). Angemessene Schuhe – absolut keine Turnschuhe. Rote Halstücher werden verteilt.

Männer: Dunkler Anzug, weißes Hemd. Krawatte im Augenblick noch nach Wahl bitte aber nicht zu extravagant. Keine Turnschuhe.

Hinweis: Mitglieder des Mauritius- und Katharinenchores und der Jungen Kantorei unterliegen einer anderen Kleiderordnung!

Gottesdienste:

Die Gottesdienste der Domgemeinde sind zentraler Bestandteil unserer Aufgabe und sollten auch unser Stolz und unsere Freude sein. Dennoch sollte niemand verpflichtet sein, immer da zu sein – wohl aber dafür zu sorgen, dass seine oder ihre Stimme angemessen vertreten ist. Der Chor gilt bei einem Gottesdienst als liturgisch Mitwirkender, die Kleidung dafür ähnelt deswegen der vom Konzert, allerdings bei Frauen können bunte Tücher getragen werden und auch kürzere Röcke. Das angemessene Verhalten im Gottesdienst ist selbstverständlich.

 

Stand März 2019