Musik und Coronavirus

Leider vertragen sich die Musik und die Pandemie nicht gut. Alle Zusammenkünfte von Gruppen sind bis Palmarum untersagt. Das bedeutet, theoretisch gäbe es sich (noch) die Möglichkeit, zu Ostern die Auferstehung des Herrn mit Chorgesang zu feiern – wenn es nicht so wäre, dass ein ausreichender Vorlauf an Probenzeit dafür Voraussetzung wäre. Dieser wird nicht gegeben sein.

Eventuell, wenn ein Wunder geschieht, können wir wie seit jeher die Ostermette durchführen. Das „Freundschaftskonzert“ mit der Wohltorfer Kantorei zusammen wird definitiv abgesagt, oder besser gesagt, bis ins kommende Jahr verschoben.

Vom Herzen wünschen wir allen, dass sie Gott befohlen und unversehrt  bleiben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen nach der Krise.

Christus am Ölberge – ein neues Projekt für den Oratorienchor

Lust, Beethovens einst so beliebtes Oratorium „Christus am Ölberge“ von innen kennen zu lernen? Das geht! Probentermine für alle, die im „Oratorienchor“ an diesem Projekt teilnehmen möchten, sind hier zu finden: http://domchor-magdeburg.de/wp-content/uploads/2020/03/Christus-am-Oelberg-Termine.pdf
Wenn Interesse besteht, bitte eine Nachricht an barryjordan@magdeburgerdommusik.de im Voraus.
Für dieses Projekt muss leider eigenes Notenmaterial mitgebracht werden. Wir singen aus der CARUS Ausgabe. Der Klavierauszug hat die Bestellnummer 23.020/03 und kostet € 28. Eine alte Klavierauszug ist hier zu finden: https://imslp.org/wiki/Special:ImagefromIndex/554496/qrfg
„Mit seiner großartigen, geradezu opernhaften Musik ist das Passions­oratorium Christus am Ölberge ein unbedingt hörens- und erlebenswertes, anderes Passionsoratorium – und zweifellos einmalig in der Geschichte vokal-instrumentaler geistlicher Musik. In dem Werk gelang es Beethoven, einerseits an eine Tradition des 18. Jahrhunderts anzuknüpfen, andererseits aber auch die aufblühende Gattung des deutschsprachigen Oratoriums mit seinem persönlichen Stil zu prägen – die Wiener Aufführungen der Schöpfung und der Jahreszeiten von Haydn lagen erst wenige Jahre zurück. Er orientierte sich bei der Komposition an der zeitgenössischen Oper und verwendete den Text eines Opernlibrettisten, um die dramatische Situation des zweifelnden Jesus im Garten Gethsemane und die ­Gefangennahme in musikalisch tief­empfundenen Szenen umzusetzen.“

Domsingschule sucht Nachwuchstalente mit neuer Leiterin Melanie Weilepp

Magdeburger Domsingschule sucht Nachwuchstalente mit neuer Leiterin Melanie Weilepp

 Der Domchor feierte 2019 sein 200 jähriges Jubiläum, ein besonders wichtiger Teil des Domchores ist die Förderung der musikalischen Nachwuchsarbeit in der Domsingschule, in der ab der 1. Klasse Kinder den Weg zur Musik finden und von Grund auf ein Gefühl für den Chorgesang erlernen.

Die Domsingschule such aktuell wieder junge engagierte NachwuchssängerInnen um sich musikalischen Projekte zu widmen. Seit Januar diesen Jahres hat die Leitung der Singschule ehrenamtlich die Musikpädagogin Melanie Weilepp übernommen. Sie freut sich besonders auf das vielfältige Arbeiten mit den Kindern in kleinen Singschulklassen. Als herausragendes Projekt, wird im September das Stück „Franziskus“ aus der musikalischen Feder von Barry Jordan und Textgestaltung von Bianca Hein uraufgeführt. Mit dem Projekt „Alles Franziskus!“ möchte die Magdeburger Dommusik in innovativer Weise ein Stück für Kinder- und Jugendliche der Domsingschule und des Domchores, aber auch in Kombination mit einem professionellen Orchester, einem Solisten sowie den Erwachsenen des Domchores als Generationenprojekt umsetzen und das in vielen Hinsichten einer einstündigen Oper nahekommt. Hierbei können die Kinder auch szenisch agieren. Darüber hinaus gestaltet die Domsingschule teilweise Gottesdienste mit sowie das Weihnachtssingen und hat so die Möglichkeiten die Anlässe im Domes mitzugestalten.

 

Melanie Weilepp hat sich der Musik seit frühester Kindheit verschrieben, so das sie bereits im Schulchor mitsang und ab der 7. Klasse Mitglied des Landesgymnasium für Musik in Wernigerode wurde und eine fundierte Ausbildung bekam. Neben der musikalischen Schulung, absolvierte sie auch eine Zusatzausbildung in Chorleitung und erlangte das C1 Zertifikat. Stetiger Klavier- und Gesangsunterricht bereicherten ihren Werdegang. Nach dem Abitur begann Melanie Weilepp eine Grundschulstudium an der Martin-Luther-Universität in Halle an der Saale. Musikalisch verwirklichte sie sich als Mietglied des Kammerchores Wernigerode, in dem viele ehemalige Schülerinnen und Schüler des Spezialgymnasiums für Musik im Erwachsenenalter weiter singen. Seit 2004 ist sie als Lehrerin an der Grundschule für die Fächer Deutsch, Mathematik, Musik und Sport tätig. Seit Januar 2020 ist Melanie Weilepp Teil des Domchores und hat die ehrenamtlich die Leitung der Domsingschule übernommen und freut sich auf viele gemeinsame musikalische Projekte und schöne Momente mit den Kindern der Klassen 1 bis 3 in den Probenräumen des Magdeburger Domes.

Der zeitliche Aufwand den die Kinder investieren müssen, ist am Anfang sehr gering, er umfasst im ersten Jahr eine Probe von 45 Minuten in der Woche. Der Unterricht findet im Probenraum des Domes statt.

Probenzeiten 2019/2020:

– 1.und 2. Klasse: donnerstags 16.00 – 16.45 Uhr

– 3. Klasse: dienstags 16.00 – 16.45 Uhr

– ab 4. Klasse Mauritius- und Katharinenchor: montags 16.00 – 16.50 Uhr und mittwochs 16.00 – 16.50 Uhr – Teilnahme an beiden Proben wird vorausgesetzt.
Kinder dieser Gruppe erhalten zusätzlich in Zweiergruppen stimmbildnerische Betreuung durch unsere Stimmbildnerin Susanne Baldovski. Diese findet montags ab 15 Uhr (also vor der Probe) statt; je nach aktueller Gruppenstärke ist jedes Kind nach jetzigem Stand etwa aller 4 Wochen an der Reihe.

Die Teilnahme an der Domsingschule ist kostenfrei.

Vor der ersten Teilnahme bitten wir um Kontaktaufnahme mit Frau Melanie Weilepp (für die Singschulklassen) per E-Mail: singschule@magdeburgerdommusik.de Telefon: 0176 5694 9443
oder mit Barry Jordan barryjordan@magdeburgerdommusik.de.

 

Die Junge Kantorei als Teil der 25. Magdeburger Telemann Festtage und Dom-Remter als Konzertort für Telemanns Donnerode

  1. Magdeburger Telemann-Festtage 2020

Bereits zur Tradition geworden sind die Gottesdienste mit Musik innerhalb der Telemann-Festtage. Am Sonntag, den 15.3., 10 Uhr, erklingt Telemanns Kirchenmusik zum Sonntag Oculi „Sie ist gefallen, Babylon, die Große“ TVWV 1:1337.

Die Junge Kantorei des Magdeburger Domchores singt begleitet vom Ensemble KONbarock. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Domchorleiter Barry Jordan. Die Predigt hält Domprediger Jörg Uhle-Wettler. Der Gottesdienst wird von MDR Kultur übertragen.

 

Späte Kirchenmusiken im Remter

Der Remter im Magdeburger Dom ist auch 2020 wieder Konzertort der Magdeburger Telemann-Festtage. In der Jubiläumsausgabe der Festtage werden ca. 500 Künstler aus mehr als 25 Ländern erwartet, darunter so exzellente Interpretinnen und Interpreten wie Gerlinde Sämann (Sopran), Klaus Mertens und Peter Kooij (Bariton), Dorothee Oberlinger (Blockflöte), Dmitry Sinkovsky (Violine, Countertenor), Hille Perl (Viola da gamba), Jean Rondeau (Cembalo), Dirigenten wie Reinhard Goebel und Hermann Max sowie renommierte Klangkörper wie die Akademie für Alte Musik Berlin, die Kölner Akademie, die Rheinische Kantorei und – erstmals in Magdeburg – die Ensembles „Amarillis“ (Frankreich) „Les Passions de L’Ame“ (Schweiz), „Salomon’s Knot“ (Großbritannien) und „Tempesta di Mare“ (USA). Insgesamt werden 27 Konzerte und szenische Darbietungen im Hauptprogramm und mehr als 30 Veranstaltungen im Rahmenprogramm zu erleben sein.

Späte Kirchenmusiken stehen auf dem Programm des Konzerts am Sonntag, 15.3., 19.30 Uhr, im Remter. Es musizieren das englische Vokalensemble „Solomon’s Knot“, begleitet von „Les Passions de l’Ame“ aus der Schweiz.

Zweifellos gehört die Donner-Ode zu den bekanntesten Vokalwerken Telemanns. Bevor sie die Konzertsäle der Zeit eroberte, erklangen ihre beiden Teile 1756 und 1760 separat als reguläre Kirchenmusiken in Hamburger Gottesdiensten. In Magdeburg werden sie nun erstmalig wieder als eigenständige Werke aufgeführt. Die Annahme, der erste Teil sei für den Bußgottesdienst wegen des Lissaboner Erdbebens von 1755 geschrieben worden, ist heute widerlegt.
Mit der großbesetzten Kantate zum Michaelisfest „Dich rühmen die Welten“ steht ein weiteres Spätwerk Telemanns auf dem Programm. Erstmalig wird eine der wenigen überlieferten Predigereinführungsmusiken Telemanns zu hören sein.
„Solomon’s Knot“ und „Les Passions de l’Ame“ geben ihr Debüt bei den Magdeburger Telemann-Festtagen.
Das Vokalensemble „Solomon‘s Knot“ wurde 2008 in London gegründet und wird von James Halliday und Jonathan Sells geleitet. Die Sängerinnen und Sänger treten in der Regel ohne Dirigenten und Notenmaterial auf. Der Schwerpunkt liegt auf der Musik vor 1800. Das Ensemble, das eine Zusammenarbeit mit Regisseuren, Choreografen, Klang- und Lichtdesignern, Künstlern und anderen Ensembles auszeichnet, gastierte bei renommierten Festivals wie dem Bachfest Leipzig, dem Aldeburgh Festival, dem Newbury Spring Festival sowie dem London Handel Festival. Seine erste Opernproduktion „l’Ospedale“ (Anonymous, ca. 1650) ist jüngst auf DVD erschienen.

Das Schweizer Barockensemble „Les Passions de l‘Ame“, 2008 in Bern gegründet, war u.a. bei den Händel-Festspielen Halle, beim Valletta International Baroque Festival auf Malta, beim Musikfest Stuttgart, beim Concentus Moraviae, den Schwetzinger Festspielen sowie in Konzerten mit Kristian Bezuidenhout, Hana Blažíková, Simone Kermes, Nuria Rial, Carolyn Sampson, Dorothee Oberlinger und Hans-Christoph Rademann zu erleben. Die Ensemblemitglieder sind international tätige Spezialisten für Alte Musik und arbeiten sowohl als Solisten, als Kammermusiker, als Orchestermusiker wie auch als Dozenten. Regelmäßige Rundfunkübertragungen von Konzerten in ganz Europa, CD-Einspielungen mit Preisen wie dem Diapason d’or und dem Supersonic Award runden das Profil des Ensembles ab.

 

Weihnachtssingen des Magdeburger Domchores am 21. Und 22.12.2019

 

 Behaglich friedliches Ambiente im imposanten Dom und gemeinsamer Gesang – alle Jahre            wieder so erklingen weihnachtliche Weisen beim traditionellen Weihnachtssingen des       Magdeburger Domchores am Sonnabend, den 21.12.2019 um 17.00 und 19.00 Uhr und am Sonntag, den 22.12.2019 um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr im Hauptschiff des Domes.

Hierbei wird der Dom in Kerzenschein getaucht und erhält eine besinnliche Atmosphäre – ein       stimmungsvoller Abend des Zu-Sich-Findens. Besonders schön zu sehen ist hier das             Zusammenwirken von übergreifenden Generationen, da der Domchor, bestehend aus jüngeren Kindern und Kindern des Jugendalters, sowie der Motettenchor der Erwachsenen gemeinsam  musizieren. Es entstehen so musikalische Synergien, die sich zu einem großen Ganzen            herausragenden Klang entwickeln.

 

Karten zum Preis von 12 €/erm. 10 € in der 1. Kategorie und 10 €/ erm. 8 € in der 2. Kategorie  zzgl. VVK-Gebühr erhalten Sie ab dem 21.11.2019 an allen bekannten VVK-Stellen.

 

Ausschließlich Stehplatzkarten für 6 € erhalten Sie an der Abendkasse. Die Abendkasse öffnet   eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Warme Kleidung wird empfohlen.

 

A Capella Konzert „Selig“

Am Sonnabend, den 30.11.2019 widmet sich der Magdeburger Domchor um 19.30 Uhr im Remter des Domes vielfältiger und klangfarbereicher Musik von Heinrich Schütz, Johannes Brahms, Hans Chemin-Petit, Peter Klatzow und Arnold Schönberg.

Das Konzert steht unter dem Überthema „Selig“ und zeigt den Umfang des menschlichen Lebens mit all seinen Licht- und Schattenmomenten eingefangen in der Musik.

Die zentrale Botschaft die, die Musik vermittelt ist der Friedensgedanke, der sich widerspiegelt und die Menschen seit jeher beschäftigt und in Atem hält.

Der Eintritt kostet € 12 (erm. € 10) und Karten werden ausschließlich an der Abendkasse verkauft.

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Sponsoren den Magdeburger Verkehrsbetrieben für die Förderung und freuen uns bereits Ihre Kunden bei uns begrüßen zu dürfen.

 

Bravo allen Beteiligten des Deutschen Requiems

Eine musikalisch sehr beflügelnde Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms liegt hinter uns und wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Beteiligten Sängerinnen und Sängern des Domchores und Oratorienchores, sowie unserem Orchester den Brandenburger Symphonikern, den Solistinnen und Solisten Hanna Zumsande, Lisa Wedekind und David John Pike, unter der Gesamtleitung Barry Jordans, bedanken. Es war uns eine Freude mit euch dieses Werk gestalten zu dürfen.

Nochmals ein herzliches Dankeschön geht auch an unsere Sposoren Lotto Toto, die Kloster Bergesche Stiftung und die Sparkasse Magdeburg.

Ein paar wunderbare Impressionen von Gotthard Demmel.

Johannes Brahms – Ein deutsches Requiem

Mit der Zelter Plakette ausgezeichneter Domchor führt am 19.10.2019 das Brahms Requiem im Dom auf

Am Sonnabend, dem 19.10.2019 um 19.30 Uhr wird der Magdeburger Domchor innerhalb seines Festjahres zum 200 jährigen Jubiläum des Chores das Brahms Requiem gemeinsam mit den Brandenburger Sinfonikern, und den Solistinnen und Solisten Hanna Zumsande, Sopran, Lisa Wedekind als Altistin und David John Pike als Bariton aufführen unter der Gesamtleitung von Barry Jordan.

Bereits 1858 vertonte Johannes Brahms die ersten geistlichen Texte und so geht die Entstehungsgeschichte, ähnlich wie die Gründung des Chores auf eine sehr lange Zeitspanne bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1861 wurden dann die Passagen zu dem beeindruckenden Requiem zusammengestellt.

Die Musik war ständigen Ergänzungen und Weiterentwicklungen unterworfen, bis sie zu dem wurde, was wir heute zu Gehör bekommen. Die ersten drei Sätze erfuhren Anfang Dezember 1867 durch den Wiener Singverein in einem Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ihre Uraufführung. Überliefert ist, dass der Applaus angehalten hat bis Brahms „vom Saal über die Treppe in’s Orchester“ gekommen sei. Es gab zunächst also noch Probleme mit der Intonierung, die dann aber bei Folgeaufführungen  überarbeitet wurden und sich das Werk zu einem der Höhepunkte der Chorsinfonischen Literatur entwickelt hat und diesen Status bis heute behielt.

Das vollständige Werk, wie wir es heute kennen, erlebte am 18. Februar 1869 seine Uraufführung im Leipziger Gewandhaus.

Karten sind ab dem 19.09.2019  im VVK ab 13-26 € zzgl. Vorverkaufsgebühr  erhältlich.

 

 

Wir danken unseren Sponsoren:

 

 

Der Magdeburger Domchor wird für sein 200 jähriges Wirken mit der Zelter Plakette des Bundespräsidenten geehrt

200 jähriges Jubiläum des Magdeburger Domchores – Chor als erster der Landeshauptstadt Magdeburg mit der Zelter Plakette geehrt

 1819-2019 dieser sehr beeindruckende Zeitabschnitt markiert das 200 jährige Domchorjubiläum nach der Wiedergründung des Chores, aber der Chorgesang im Magdeburger Dom geht noch viel weiter zurück bis zu seinen Anfängen ins 10. Jahrhundert.

In diesem Jahr feiert der Domchor sein besonderes Jubiläum und wurde für diese umfassende Bestehenszeit und die langanhaltende qualitativ hochwertige Arbeit und Aufrechterhaltung der Chormusik gestern in der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt durch Rainer Robra mit der Zelter Plakette, die an den Bundespräsidenten gebunden ist, als erster Chor aus der Landeshauptstadt Magdeburg geehrt.

Bei der Zelter-Plaketten Verleihung in der Staatskanzlei mit Reiner Robra (Foto Uli Lücke)

Die Zelter Plakette wird für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Laienchorarbeit  verliehen, die Voraussetzung für die Verleihung ist unter anderem ein mindestens 100- jähriges Bestehen des Chores. Der Preis geht auf Carl Friedrich Zelter zurück, dem Begründer der „Berliner Liedertafel“ und späteren Professor der Königlichen Akademie der Künste.

Das Festjahr konnte bereits und mit zahlreichen großen musikalischen Werken begangen,         werden, so fand am 6. Januar fast auf den Gründungstag genau das Eröffnungskonzert des  Jubiläumsjahres im Remter des Domes statt mit der Aufführung der Harmoniemesse von Haydn und des Te Deums von Hasse. Im Mai kam es dann zur Aufführung der h-Moll                 Messe in der Konzerthalle „Georg Philipp Telemann im Kloster Unser Lieben Frauen, die                vor vielen Jahren schon einmal durch den Domchor aufgeführt wurde und dieser                musikalische  Meilenstein beim Jubiläum nicht fehlen durfte.

Die Geschichte des Magdeburger Domchores war in den Jahrhunderten geprägt von zahlreichen Höhepunkten mit der Aufführung großer Werke, aber auch durch herbe Einschnitte in den politischen Rahmenbedingungen konfrontiert.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts stand zunächst das Ende des Domchores durch die napoelonische Aufhebung des Domstiftes im Raum, durch den Wegfall der Choreinkünfte, aber dank der Kabinettsordnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm dem III. war die Neugründung, die bis ins heutige 21. Jahrhundert anhält möglich.

1818/19 konnte Johann Joachim Wachsmann Neugründer und Reorganisator des Domchores, neue Statuten des Chorlebens mit Hilfe seines Lehrers Karl Friedrich Zelter  aufstellen und es bestand so eine persönliche Bindung des Chores zu Zelter, sodass sich mit der Anerkennung der Zelter-Plakette heute der geschichtliche Kreis schließt.

Einen bedeutenden Einschnitt in der Domchorhistorie stellte allerdings auch der  1. Weltkrieg dar, wo der bisher sehr sangesstarke Chor, Nachwuchsprobleme bekam und sich erstmals Frauenstimmen zur Mitwirkung öffnete und somit die Grundsteine für die heutigen Chorstrukturen mit ihren verschiedenen Chorgruppen legte.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts erhielten die Kantoren des Domchores eine  kirchenmusikalische Ausbildung mit Abschluss an einem entsprechenden Institut und erlernten u.a. auch das Orgelspiel, sodass sie musikalisch sehr vielfältige Werke  einstudieren konnten und auch die eigene Begleitung kein Problem darstellte.

Nach sehr verdienten Chorleitern wie Bernhard Henking, Hans Chemin-Petit, Gerhard Bremsteller und Günter Hoff übernahm Barry Jordan 1994 die Leitung des Magdeburger Domchores.

Die Höhepunkte der Domchorarbeit lagen immer bereits darin die zeitgeschichtlich            bedeutenden  Chorwerke, unter Einbeziehung eines Orchesters und Solisten aufzuführen.

Einen wichtigen Punkt bildeten auch seit jeher musikalische Kooperationen und Austausche mit anderen Chören, sodass zahlreiche Chorreise den Domchor u.a. nach Italien, in die Schweiz, Israel, Frankreich, Tschechien, Dänemark, Finnland und England führten.

Selbst in den schwierigen DDR Zeiten wurden Chorreisen ermöglicht und der Magdeburger Domchor trug die Musik hinaus in die Welt.

Barry Jordan ist es zu verdanken, dass er nach der Wiedervereinigung in einer offenen, immer stärker säkularer werdenden Gesellschaft die Kathedralchorarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in ihrer Vielfalt auf hohem Niveau weiterführte, auch wenn die räumlichen, personellen und finanziellen Bedingungen keineswegs leicht waren und sind.

Heute existiert der Domchor als generationsübergreifender Chor, welches ihn auszeichnet, da bereits mit der Ausbildung der Grundschulkinder in der Domsingschule, unter Leitung Sabine Lattorfs, begonnen wird, diese dann weiterführend im Katharinen- und Mauritiuschor, anschließend in der Jungen Kantorei und schließlich im Motettenchor oder aber dem neu gegründeten Oratorienchor ihren musikalischen Platz finden können.

Neben der Aufführung großer Werke wie Haydns Schöpfung und Mendelssohns Elias unter Beteiligung des Domchores, erfolgte auch immer bereits die Uraufführung neuer Kompositionen von Domchorleitern, wie es z. B. der 150. Psalm von Chemin-Petit war, den er zur 1000-jährigen Feier der Errichtung des Domes 1955 komponiert hatte oder auch Barry Jordans große oratorische Komposition von 2009, „Die Eiche im Dom“, die auf Ernst Barlachs berühmtes „Denkmal des Krieges“ im Dom Bezug nimmt.

Das Komponieren eigener Motetten bzw. neuer Sätze für Choräle gehörte von jeher zum Handwerkszeug aller Domchorleiter, auch der in früheren Jahrhunderten.

Als weiteres Großprojekt kann dem Deutschem Requiem Op. 45 von Johannes Brahms             am 19.10. um 19.30 Uhr im Hauptschiff des Domes gelauscht werden.

Der Magdeburger Domchor (Foto Viktoria Kühne)

Für 2020 plant der Domchor am 26.09.2020 mit seiner Domsingschule, der Jungen Kantorei und dem Motettenchor die Uraufführung des Stückes „Alles Franziskus!“, dessen Musik Barry Jordan komponiert und dessen Texte aus der Feder von Bianca Hein stammen.

Mit dem Projekt „Alles Franziskus!“ möchte die Magdeburger Dommusik in innovativer Weise ein Stück für Kinder- und Jugendliche der Domsingschule und des Domchores, aber auch in Kombination mit einem professionellen Orchester, einem Solisten sowie den Erwachsenen des Domchores als Generationenprojekt umsetzen und dieses neue Format etablieren.

In diesem Werk sollen die Mitwirkenden Zugang zu Neuer Musik ohne Berührungsängste oder Barrieren erhalten sowie die Möglichkeit wahrnehmen können mit Ihrer Stimme zu experimentieren und aus dem Modus der durchkomponierten Werke herauszutreten, sondern mitzuentwickeln.

Das Konzept des Stückes geht auf Benjamin Brittens Musik für Kinder „Noye’s Fludde“ zurück.

Das Werk fokussiert den Stil der „E-Musik“ und ist bestrebt eine große Bandbreite der Schwierigkeitsgrade einzufassen und ebenso klassische Elemente einfließen zu lassen.

Hierbei soll der gesamte Dom in verschiedenen Settings szenisch und musikalisch bespielt werden, um so auch die Facetten und Perspektiven dieses architektonisch und sakral einzigartigen Gebäudes hervorzuheben.

Das Werk kommt in seiner Komplexität einer einstündigen Oper nahe.

Weiterhin ist die Aufführung im Beethoven-Jahr 2020 der 3. Sinfonie Beethovens und der Werkes „Christus am Ölberg“ geplant.

Magdeburger Domsingschule sucht Nachwuchstalente für das neue Schuljahr 2019/2020

Unterrichtsstart ab 19. August!

 Besondere Projekte von Erstaufführungen, über Familienkonzerte bis zum traditionellen Weihnachtssingen

 Der Domchor feiert in diesem Jahr sein 200 jähriges Jubiläum und ein besonders wichtiger Teil des Domchores ist die Nachwuchsarbeit in der Domsingschule, in der ab der 1. Klasse Kinder den Weg zur Musik finden und von Grund auf ein Gefühl für den Chorgesang erlernen.

Das besondere ist, dass von klein auf die Singschülerinnen und Singschüler auch mit den Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam bei Projekten, wie beispielsweise dem Weihnachtssingen agieren, generationsübergreifend musiziert werden kann und sich ein beeindruckender Gesamtklang entwickelt. Darüber hinaus gestaltet die Dosinsgchule aber auch ganz eigenständige Projekte wie Familienkonzerte, die auch zum Mitmachen anregen oder szenische Stücke.

Für das Schuljahr 2019/2020 sucht die Domsingschule wieder junge engagierte NachwuchssängerInnen um sich neuen musikalischen Projekte zu widmen. Als herausragendes Projekt, wird im nächsten Jahr das Stück „Franziskus“ aus der musikalischen Feder von Barry Jordan und Textgestaltung von Bianca Hein aufgeführt, Mit dem Projekt „Alles Franziskus!“ möchte die Magdeburger Dommusik in innovativer Weise ein Stück für Kinder- und Jugendliche der Domsingschule und des Domchores, aber auch in Kombination mit einem professionellen Orchester, einem Solisten sowie den Erwachsenen des Domchores als Generationenprojekt umsetzen und das in vielen Hinsichten einer einstündigen Oper nahekommt.

Wenn die Kinder zu Jugendlichen heranwachsen besteht zunächst die Möglichkeit im Jungen- und Mädchenchor mitzuwirken und später in der Jungen Kantorei die Ausbildung fortzuführen. Die Junge Kantorei widmet sich sehr eigenständig Projekten wie Weihnachtskonzerten mit spezieller englischer Literatur, aber auch gemeinsame Konzertreisen u.a. 2018 nach Finnland stehen auf dem Programm.

Der zeitliche Aufwand den die Kinder investieren müssen, ist am Anfang sehr gering, er umfasst im  ersten Jahr eine Probe von 45 Minuten in der Woche. Neben den gelegentlichen Auftritten bei Gottesdiensten und dem traditionellen Weihnachtssingen, ein szenisches großes Stück einen markanten Höhepunkt. Der Unterricht findet im Probenraum des Domes statt.

Probenzeiten 2019/2020:

1.und 2. Klasse: donnerstags 16 Uhr
3. Klasse: dienstags 16.00 – 16.45 Uhr
ab 4. Klasse Mauritius- und Katharinenchor: montags 16.00 – 16.50 Uhr UND mittwochs 16.00 – 16.50 Uhr

Schnuppern! Für die Domsingschule bieten wir gerne 2 Schnupperstunden an.

Für den Schnupperunterricht oder weitere Infos bitten wir um eine kurze vorherige Anmeldung/Nachfrage per Mail an: isabel.toenniges@magdeburgerdommusik.de!

Der Elternbeitrag beträgt € 12 monatlich.